Freie Fahrt

...für Radfahrer gibt es jetzt auf der Albert-Vater-Straße stadteinwärts zwischen Friesenstraße und Magdeburger Ring. Hier kann man nun wahlweise die Fahrbahn oder den Radweg nutzen.

Ist mir erst vor zwei Wochen aufgefallen, die Schilder fehlen laut Aussage vom Stadtplanungsamt aber schon länger. Und der Grund ist tatsächlich, dass der Weg nicht den Vorschriften entsprach. Sollten sich jetzt in Magdeburg tatsächlich die Vorschriften bekannt gemacht haben, oder ist dies nur auf Beschwerde geschehen? Das war leider nicht herauszubekommen.


Mein aktueller Radweg-Feind ist die Benutzungspflicht auf der Olvenstedter Straße zwischen Goethestraße und Ebendorfer. Mal gucken was da rauskommt.

Fahrradklimatest

Der ADFC ruft zum Fahrradklimatest:

Der ADFC rechnet mit einem weitaus höheren Rücklauf als vor zwei Jahren und erwartet bis zu 20.000 ausgefüllte Bögen: 100 pro Stadt sind nötig, um diese in die Wertung aufzunehmen.

Also lasst uns bitte dafür sorgen dass Magdeburg auch seinen verdienten Platz bekommt.

Rad eingefahren

Nachdem ich die letzten Wochen schon ab und zu mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren bin (das sind immerhin 25 km am Tag) Hhabe ich heute für mich ganz offiziell die Fahrradsaison eröffnet. Das heißt bei mir konrket, dass sich auf Armen und im Gesicht die ersten Züge eines Sonnenbrandes erkennen lassen. Das passiert mir irgendwie jedes Jahr im April. :-(

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Kreisverkehr

Liebe Autofahrer, ist das so schwer? Auch Radfahrer haben im Kreisverkehr Vorfahrt!

Falschparker II

Ist das eigentlich Sachbeschädigung wenn man da aus Versehen gegenfährt? Ich fürchte ja, ja...


Berufskraftfahrer

Heute bin ich - ausgenommen zwei Tage im Januar - zum ersten Mal in diesem Jahr wieder mit Fahrrad zur Arbeit nach Barleben gefahren. Heute bin ich mal nicht über Kannenstieg, sondern direkt durch den Ort Barleben gefahren.

An der Straße von Magdeburg führt ein Radweg, der in Höhe Ortseingang per Schild "Radweg Ende" beschildert ist. Knappe 200 Meter führt dann noch ein, schön mit rotem Streifen, markierter Fußweg in neu gebautem Zustand weiter, danach als 1m breiter Pflasterweg.

Wenn ein Radweg nicht benutzungspflichtig ist, dann fahre ich auch auf der Straße, denn dazu ist sie da. Das sah aber ein Fahrer eines Müllautos nicht so, der mir das schon aus der Ferne per Hupsignal deutlich gemacht hat. Als ich dann abgewunken habe, hat er mich überholt und ausgebremst. :-( Hatte leider keine Zeit für Diskussionen, es war schon drei Minuten nach 9 Uhr.

Was sagt mir das? Manch einer braucht dringend eine StVO-Nachschulung, warum ist sowas für Leute die sich berufsmäßig im Straßenverkehr bewegen nicht regelmäßig vorgeschrieben? Vielleicht brauche ich auch einfach mal einen kleinen Informationszettel...

Radwege - und wofür sie wirklich sind

Jaja, so sieht das in Magdeburg öfter mal aus. Eine wirklich breite Straße, zwei Spuren für jede Richtung und daneben ein normalerweise quer zugeparkter Radweg. Hier aber in der wirklich innovativen Längsparkvariante, auch mal was.


Fahrradopfer

Gestern musste in Magdeburg wieder ein Radfahrer nach einem Verkehrsunfall sein Leben lassen. Auf der Breitscheidstraße kam eine 71jährige Radfahrerin beim überqueren der Straße ums Leben. Eine klare Schuldverteilung war zwar nicht in den Presseberichten zu lesen, aber die Volksstimme schreibt: "Dabei hatte das Opfer offenbar nicht ausreichend auf den Verkehr geachtet, so dass es zu dem Zusammenstoß mit dem Pkw einer 51-jährigen Frau kam."



Nach meinen Erinnerungen muss man aber zusätzlich noch drei Fakten erwähnen:
1. Die Straße liegt hier in einer Kurve.
2. Der benutzungspflichtige Radweg führt von der einen auf die andere Seite.
3. Die Straße liegt zwar offiziell noch innerorts, aber da keine Bebauung vorhanden und Ortsausgang nicht weit, liegen die gefahrenen Geschwindigkeiten höher als 50 km/h. Evtl. ist das hier sogar mehr freigegeben.

Wenn es jetzt etwas wärmer wird, muss ich da unbedingt mal hinucken, bin dort im August das letzte Mal langgefahren.


Aber komme ich zu meiner Frage, warum müssen die Radfahrer hier in beide Richtungen jeweils die Straße kreuzen?

15 Millionen für Radwege

Das Radwegenetz der Stadt Magdeburg soll bis 2012 von jetzt 340 Kilometer auf 481 Kilometer vergrößert werden. Seit 1991 hat die Stadt rund 12 Millionen Euro in den Ausbau des Netzes investiert. In den kommenden sieben Jahren sollen es noch einmal 15 Millionen Euro werden. Das geht aus dem Radverkehrskonzept der Stadt hervor, das ab dem 17. Januar in einer neuen Broschüre des Stadtplanungsamtes veröffentlicht wird.

[...]

Das Konzept selbst folgt dem immer größer werdenden Interesse der Bürger am Radfahren. So ist zum Beispiel der Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr seit 1990 von neun Prozent auf 16,5 Prozent gestiegen. Auch gibt es in 85 Prozent aller Magdeburger Haushalte mindestens ein Fahrrad.

Die Volksstimme zur Veröffentlichung des Radverkehrskonzeptes der Stadt Magdeburg, außerdem schreibt sie noch das und das.

Klingt natürlich ersteinmal toll, 15 Millionen investiert die Stadt für die Radfahrer. Aber ich behaupte jetzt mal, dass das nicht für die Radfahrer gemacht wird, sondern um freie Fahrt für den motorisierten Verkehr zu schaffen (ja, es gibt auch sinnvolle Maßnahmen in dem Konzept). Den das oberrangige Ziel ist es den Radverkehr vom Autoverkehr zu entflechten, ja runter von der Fahrbahn, rauf auf den Fußweg. An der Albert-Vater-Straße (Fahrtichtung Westen, Auffahrt zum Magdeburger Ring Richtung Süd) kann man sich das dann z.B. angucken wie die Stadt sich das vorstellt. Die Radfahrer müssen für die einfache Querung dieser Straße exakt zwei Ampelphasen abwarten, von denen eine per Knopf erst angefordert werden muss.

Während für den Autoverkehr auf langen Strecken grüne Wellen programmiert werden, können Radfahrer nichtmal in einem Zug eine Straße überqueren. Und das weiß die Stadt auch.