DDR-Ampeln

Mir ist nur noch eine Ampelanlage in Magdeburg bekannt ist, welche die Wende überlebt hat. Diese steht an der Kreuzung Planckstraße/Harnacksstraße/Seumestraße. Der Unterschied zu den uns heute bekannten Ampelanlagen ist das andere Aussehen, so sind die Gehäuse komplett schwarz und die etwas veränderte Ampelschaltung. Nach heutigen Richtlinien gar nicht mehr zulässig, verrichtet die Ampel auch 17 Jahre nach der Wiedervereinigung ihren Dienst mit einer 5-Phasen-Schaltung. Zum Vergleich, heute haben die Ampeln nur vier Phasen. Na, welche Phase fehlt?

 

Stadt der Smarts und Minis

Ich kann es zwar nicht durch irgendwelche Zahlen belegen, aber Hamburg scheint mir die Stadt der kleinen Wagen zu sein. So viele Smarts und Minis, wie ich auf dem heutigen Hamburg-Besuch gezählt habe, habe ich noch nirgends gesehen.

Und man parkt natürlich quer, was beim Mini doch etwas befremdlich aussieht.

Wandernde Verkehrsschilder

Schon seltsam. Ich bin der festen Meinung, dass als ich unser Auto abgestellt habe, das Halteverbotsschild am rechten Bildrand direkt vor unserem Auto stand. Jetzt steht noch ein Auto vor unserem und das Verkehrsschild steht direkt vor diesem.

Wirklich rätselhaft. ;-)

Unfall

Über Unfälle habe ich hier im Blog ja schon öfter berichtet. Hier mal wieder einer an dem ich nicht beteiligt war.

Eigentlich habe ich mich nur mal auf der Baustelle Straßenbahnschleife Buckau umgucken wollen und ein paar Straßenbahnen fotografieren wollen. Während ich mich wieder zum Auto aufgemacht habe, vernahm ich aber einen dumpfen Knall und eine Straßenbahnklingel.

Aber keine größeren Schäden. An der Bahn ein paar Kratzer, das Auto mit eingebeulter Hintertür, das war alles nicht der Rede wert. Leidtragende waren allein die Fahrgäste dieser und der folgenden Straßenbahn. Denn für die Unfallaufnahme herrschte in Richtung Süden Stillstand.

Und fragt bitte nicht nach der Schuldfrage, ich kann sie nicht mal erraten. Fakt ist nur das hier die Gleise mit gelber Markierung als Sperrstreifen gekennzeichnet wurden.


Rumms

Heute am frühen abend auf der B1 im Stau. Im Schneckentempo bewegt sich der Verkehr vorwärts. Plötzlich sehe ich im Rückspiegel ein Auto etwas schneller als alle anderen. Es machte laut 'rumms', und ich sah das Auto was eben noch neben mir stand einen Satz nach vorne auf das davorfahrende Auto zu machen.

Hab ich ein Schwein.

PS: außer Blechschaden nichts passiert.

Stau, Stau & Stau

*seufz* wie kann man mir das nur antun, es gibt Tage da ärgert man sich nicht das Fahrrad genommen zu haben.

Die Anna-Ebert-Brücke, eine der beiden Querungsmöglichkeiten über die alte Elbe wurde für diese Woche gesperrt. Wäre ja an sich nicht schlimm, aber ich glaube solche Auswirkungen hat keiner erwartet. Der gesamte Verkehr aus und in den Osten führte nun also über den Nordbrückenzug.

Und was das bedeutete merkte ich schon am gestrigen Morgen. Stau auf der Jerichower Straße, über den Nordbrückenzug bis zum Askanischen Platz. Gut das war ja vielleicht noch auszuhalten, aber der Nachmittag spottete jeder Beschreibung. Die B1 war von der Ringabfahrt an der Alber-Vater-Straße bis zur Jerichower Straße Ecke Heidler-Straße eine große Staufläche, was natürlich auch für alle einfahrenden Seitenstraßen galt. Abends griff dann die Polizei ein und versuchte den Verkehr so ein bisschen zu regeln, was wohl auch ein bisschen geholfen hat.

Eine Woche durchhalten. Obwhl ich noch nicht weiß was die nächste Woche bringt. Dann wird nämlich der Tunnel unter dem Askanischen Platz gesperrt.

Fußgänger

In der Magdeburger Stadtverwaltung mag man keine Fußgänger. Zumindest sieht man sie eher als Verkehrshindernis. Anders kann man die heute in der Volksstimme abgedruckten Äußerungen nämlich nicht verstehen. Konkret geht es darum, dass die Fußgängerquerungen abgesetzt von der Straßeneinmündung zum Universitätsplatz gebaut worden, damit die Autos Vorrang genießen.

Wie die Stadtverwaltung in einer Stellungnahme kürzlich mitteilte, wird sich daran kaum etwas ändern. Die Einrichtung von Ampeln oder Überwegen in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem viel befahrenen Verkehrsknotenpunkt sei nicht geplant. Immerhin: Im Gegensatz zu früher müssen die Fußgänger jetzt nur noch eine und nicht mehr zwei Fahrspuren pro Fahrtrichtung überqueren. Dadurch und durch die Verminderung des Verkehrsaufkommens auf dem Platz – ein Großteil der Autos fährt jetzt durch den Tunnel – wurde, so die Verwaltung, die Sicherheit erhöht. Und weiter: "Wenn es dennoch zu häufigen Konfl ikten zwischen Fußgängern und Fahrzeugführern kommt, könnte über die Aufstellung von Drängelgittern nachgedacht werden."

Kreativ ist man wohl in der Verwaltung, wenn die Fußgänger durch den starken Autoverkehr nicht mehr die Straße überqueren können, dann bauen wir einfach Drängelgitter an den Überweg. Dann schimpfen die Fußgänger immerhin nicht mehr über den heiligen Autoverkehr.

Naja. Ich bin sprachlos.

Verkehrsrechtsfragen

Seit Eröffnung des Uni-Tunnels soll man nun nicht mehr aus der Rathenaustraße nach links in die Pfälzer Straße abbiegen, was vor zwei Jahren noch ging. War ja auch nur eine Frage der Zeit, bis die empörten Leser sich bei der Volksstimme beschweren.

Ich schrieb oben allerdings bewusst 'soll', denn mir ist da bislang noch kein Zeichen 210 aufgefallen, welches die Fahrtrichtung vorschreibt. Vorhanden sind auf der linksseitigen Ampel nur Geradeauspfeile auf den Leuchten. Dessen vorschreibende Wirkung halte ich aber für unwichtig, zumal an der rechten Ampelanlage keine Pfeile aufgebracht sind. Bleibt nur noch die Fahrbahnmarkierung mit ausschliesslich geradeaus markierten Pfeilen, kann mich da mal bitte jemand aufklären inwiefern die einen Zwang bedeuten?

Dominoeffekt

Diese Woche hat sich eindrucksvoll gezeigt wie wichtig ein leistungsfähiger Nordbrückenzug für den gesamten Magdeburger Innenstadtbereich ist.

Seit Montag fanden nämlich in der Markgrafenstraße Kanalbauarbeiten statt, so dass hier eine Fahrspur gesperrt werden musste. Was ich nicht so vermutet hätte, wie gravierend die Auswirkungen im Berufsverkehr waren:

Nicht nur die direkt dahinter liegenden Straßen waren betroffen, sondern auch die Ost-West-Achse auf der Ernst-Reuter-Allee. Das kam vermutlich daher, dass viele Autofahrer die Baustelle ganz clever über die Strombrücke umfahren wollten, was aber sicher eher nutzlos war.

Seite heute ist die Straße wieder frei.

Verkehrsregeln auf dem Supermarktparkplatz

Auf dem Flor-Park-Gelände gilt ab Montag die StVO, so lassen es uns jedenfalls Flyer und Schilder wissen, verbunden mit dem Hinweis dass ab sofort Polizei und Ordnungsamt die Einhaltung der Regeln kontrollieren werden.

Was letzteres betrifft kenne ich mich nicht aus, aber die StVO galt da schon immer. Was also hat sich geändert? Ganz einfach, wo man vorher ohne Verkehrsschilder auskam, hat man nun einen Parkplatz mit vielen bunten Schildchen bepflastert. Rekordverdächtig wenn man den Park an der Südausfahrt verlassen will:

1. Vorfahrt beachten (abbiegende Vorfahrt)
2. Vorfahrt beachten
3. Vorfahrt beachten (abbiegende Vorfahrt)
4. Vorfahrt beachten
5. Vorfahrt

Und das auf nicht mal 75 Meter. Schade dass ich noch nicht mit Kamera da war, dass sieht echt lustig aus.

Verkehrschaos Deutschland

Gerade eben eine interessante Dokumentation beim Südwest Fernsehen gesehen: Verkehrschaos Deutschland Teil 1 : Der Verkehrsinfarkt. Die Reporter hinterfragen den Sinn des in Deutschland weit verbreiteten Straßenbauwahns. Wissenschaftlich gesehen wäre es am günstigsten wenn alle Fahrzeuge mit gleichen 80 km/h fahren, nur Zeitdruck und politischer Unwille lassen das nicht zu.

Dargelegt wurde außerdem dass nicht die langsamen sondern die schnellen Fahrzeuge den Stau verursachen. Auch nicht unlogisch, Staumeldungen im Radio schaffen selbst Stau, wenn alle dem Stau ausweichen wird die eigentliche Staustrecke frei, die Ausgewichenen stehen dann aber woanders im Stau.

Klingt plausibel. Zeit umzudenken!?

Mautsystem weckt Begehrlichkeiten

Tja, die Stimmen klingen nicht ab. Unser ach so tolles und geniales Mautsystem kann doch schliesslich auch perfekt PKWs überwachen.

Sorry, aber warum so kompliziert und bürokratisch? Die Grünen haben es schonmal vorschlagen und waren dann bei den Deutschen unten durch. Die wirklich einfachste Lösung, die Steuer wird komplett über den Kraftstoff abgerechnet. Wer viel verbraucht zahlt viel, wer wenig fährt zahlt wenig.

Aber um unsere deutsche Industrie zu fördern bekommt wohl irgendwann lieber jeder PKW eine On-Board-Unit.