Fußgänger

In der Magdeburger Stadtverwaltung mag man keine Fußgänger. Zumindest sieht man sie eher als Verkehrshindernis. Anders kann man die heute in der Volksstimme abgedruckten Äußerungen nämlich nicht verstehen. Konkret geht es darum, dass die Fußgängerquerungen abgesetzt von der Straßeneinmündung zum Universitätsplatz gebaut worden, damit die Autos Vorrang genießen.

Wie die Stadtverwaltung in einer Stellungnahme kürzlich mitteilte, wird sich daran kaum etwas ändern. Die Einrichtung von Ampeln oder Überwegen in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem viel befahrenen Verkehrsknotenpunkt sei nicht geplant. Immerhin: Im Gegensatz zu früher müssen die Fußgänger jetzt nur noch eine und nicht mehr zwei Fahrspuren pro Fahrtrichtung überqueren. Dadurch und durch die Verminderung des Verkehrsaufkommens auf dem Platz – ein Großteil der Autos fährt jetzt durch den Tunnel – wurde, so die Verwaltung, die Sicherheit erhöht. Und weiter: "Wenn es dennoch zu häufigen Konfl ikten zwischen Fußgängern und Fahrzeugführern kommt, könnte über die Aufstellung von Drängelgittern nachgedacht werden."

Kreativ ist man wohl in der Verwaltung, wenn die Fußgänger durch den starken Autoverkehr nicht mehr die Straße überqueren können, dann bauen wir einfach Drängelgitter an den Überweg. Dann schimpfen die Fußgänger immerhin nicht mehr über den heiligen Autoverkehr.

Naja. Ich bin sprachlos.

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