15 Millionen für Radwege

Das Radwegenetz der Stadt Magdeburg soll bis 2012 von jetzt 340 Kilometer auf 481 Kilometer vergrößert werden. Seit 1991 hat die Stadt rund 12 Millionen Euro in den Ausbau des Netzes investiert. In den kommenden sieben Jahren sollen es noch einmal 15 Millionen Euro werden. Das geht aus dem Radverkehrskonzept der Stadt hervor, das ab dem 17. Januar in einer neuen Broschüre des Stadtplanungsamtes veröffentlicht wird.

[...]

Das Konzept selbst folgt dem immer größer werdenden Interesse der Bürger am Radfahren. So ist zum Beispiel der Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr seit 1990 von neun Prozent auf 16,5 Prozent gestiegen. Auch gibt es in 85 Prozent aller Magdeburger Haushalte mindestens ein Fahrrad.

Die Volksstimme zur Veröffentlichung des Radverkehrskonzeptes der Stadt Magdeburg, außerdem schreibt sie noch das und das.

Klingt natürlich ersteinmal toll, 15 Millionen investiert die Stadt für die Radfahrer. Aber ich behaupte jetzt mal, dass das nicht für die Radfahrer gemacht wird, sondern um freie Fahrt für den motorisierten Verkehr zu schaffen (ja, es gibt auch sinnvolle Maßnahmen in dem Konzept). Den das oberrangige Ziel ist es den Radverkehr vom Autoverkehr zu entflechten, ja runter von der Fahrbahn, rauf auf den Fußweg. An der Albert-Vater-Straße (Fahrtichtung Westen, Auffahrt zum Magdeburger Ring Richtung Süd) kann man sich das dann z.B. angucken wie die Stadt sich das vorstellt. Die Radfahrer müssen für die einfache Querung dieser Straße exakt zwei Ampelphasen abwarten, von denen eine per Knopf erst angefordert werden muss.

Während für den Autoverkehr auf langen Strecken grüne Wellen programmiert werden, können Radfahrer nichtmal in einem Zug eine Straße überqueren. Und das weiß die Stadt auch.

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Konrad on :

*Jap so ist das ... hätte ich nicht besser schreiben können ... und diese Ampel an der Vater-Straße kenn ich nur zu gut :o)
Da wird man regelrecht genötigt, die Drückerampel mal eben zu übersehen.
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