Wer keine Probleme hat schafft sich welche

So muss das wohl für mich gelten. Jedenfalls habe ich irgendwie meinen Computer lahm gelegt, als ich meine Telefonanlage gewechselt habe. Da der Com+ Ereignisdienst nicht gestartet hat, funktionierte nahezu kein Windows-Dienst mehr. Vermutlich irgendein Treiber Restfragment, was ich aber nicht lokalisieren und entfernen konnte.

Da ich mit meinem Windows-Laiten am Ende war, habe ich dann doch die Radikalkur DELETE c:\Windows gewählt. Nach drei Jahren Dauerbetrieb kann ich das zwar verkraften, aber der zeitliche Aufwand für ordnungsgemäßes Backup, Installation und Wiederherstellung ist schon enorm. Immerhin - Firefox und Miranda laufen schon wieder mit den alten Daten. :-)

Dunkel war es

Seit wenigen Minuten ist er wieder da, der Strom. Zumindest hier. Aber nicht nur in Brückfeld, nein fast der gesamte Osten Magdeburgs samt Innenstadt und Neustadt war mindestens betroffen. Keine Ampeln, keine Straßenbahnen und keine funktionierenden Ampeln in den Geschäften.

Zum Glück arbeite ich in Barleben, dann stört mich das nicht so. Und wenn der Strom wieder angeht wenn ich komme ist das doch auch ganz nett. ;-)

Fördermittel

Aha, dachte ich, in Dresden wird am 27. Februar die Bevölkerung gefragt ob eine Brücke gebaut werden soll. Ich dachte erstmal toll, hab ich noch die gehört dass die Bewohner so direkt eingebunden werden. Ganz so toll war es denn doch nicht. Denn die Bürgerabstimmung fand einem erfolgreichen Bürgerbgehren statt. Interessanterweise wurde dies von den Befürwortern initiiert, weil die Stadt selbst kein Interesse am Bau mehr hatte.

Da ich die Verkehrssituation nicht kenne, will ich mich in die - scheinbar recht hitzige Diskussion - auch gar nicht einmischen aber worauf ich eigentlich hinaus will, ist eine arrogante Sichtweise der Befürworter (übrigens durch CDU und FDP unterstützt), sie schreiben in ihrer Homepage:

Wäre es nicht besser mit dem Geld der Brücke Schulen und Kitas zu sanieren und Kultur zu finanzieren?

Dafür könnte höchstens der Eigenteil der Stadt herangezogen werden, was z.B. für eine Schulsanierung pro Jahr ausreichen würde. Damit würden die Probleme im Bereich der Schulsanierung keineswegs gelöst, aber die Stadt würde auf 96 Mio. € Fördermittel verzichten. Der Bau der Waldschlösschenbrücke wäre in den nächsten Jahrzehnten unmöglich, da die Stadt zukünftig weniger Fördermittel für derartige Maßnahmen erhält.

Toll, die Sanierung einer Schule löst keine Probleme, bleiben ja soviele unsaniert. Und wozu machen, sonst verschenkt man ja 96 Mio. Euro. Und diese verschenkt-Argumentation hört man auch gerne in Magdeburg, der Bau des Uniplatz-Tunnels ist da ein gutes Beispiel. Auf die Idee, dass die 96 Mio. auch von irgendwo kommen und man davon auch gut noch zwei weitere Schulen sanieren könnte kommt man nicht. Klar kann die Stadt nicht über dieses Geld verfügen, doch wenn wenn ausgegeben wird, landet es zu 100% nicht mehr in einer Schulsanierung. Was ich damit sagen will, ich halte dieses Argument, wo es auch fällt, für totalen Schwachsinn. Entweder die Investition kostet 157 Mio. Euro oder nicht.

Übrigens, wie ernst man die Argumente der Befürworter nehmen soll zeigt ein weiteres:

Wer war denn beim Bürgerentscheid zur Autobahn A17 gegen den Bau?

Bündnis 90/ Die Grünen, die PDS, Bürgerinitiativen und die SPD – heute fahren sie alle galant auf der freigegebene Strecke!


;-)

Auf dem Brocken passieren seltsame Dinge...

Juhu, es ist nichts dazwischengekommen und es hat geklappt. Pünktlich - äh, das war es dann doch nicht ganz - 9.30 Uhr düsten fünf Aufstiegswillige zum Brocken: Manu, Nadja, Matze, Jens und ich.

Gegen 11 Uhr begann dann unser Aufstieg in Schierke. Positive Meldungen meines Vaters weckten Hoffnungen: 30 km Fernsicht und Sonnenschein, was uns der Fahrer einer Schneeraupe bestätigen konnte. Und so war es endlich mal wieder ein Aufstieg ohne wetterliche Behinderungen. War auch ganz gut, schließlich hatten wir drei Schlitten für die Abfahrt dabei. Gegen 14 Uhr trafen wir dann auf dem Gipfel ein, was nebenstehendes Webcam-Foto beweist. Und oh wirkliche Sensation, das Wetter war zum ersten Mal seit langem bei einer meiner Brockenbesteigungen wieder so richtig schön. Wenn sich die Sonne auch so langsam verzog, die 30 km Sicht hatte man wirklich. Der winterliche Normalefall liegt da oben ja schließlich bei wenigen Metern. :-)

Nach kurzer Rast beim Brockenwirt ging es dann an die Abfahrt. Die Schlittenbesetzungen wurden diplomatisch gelost und schon ging es los. Die Straße war für Schlitten in einem perfekten Zustand und so ging es anfangs ganz gut. Später hatten wir dann etwas Probleme mit dem Schwung, aber irgendwie sind wir alle runtergekommen.

Fazit: wirklich schöner Freitag und die Erkenntnisse dass es auf dem Brocken auch mal schön sein kann und meine beiden Schlitten irgendwie immer nach rechts gezogen haben. ;-)






Brocken, ich komme

Lange musste ich es jetzt verschieben, aber morgen scheint es endlich zu klappen. Die jährliche Winterbrockenwanderung mit Jens entwickelt sich ja so langsam zur Tradition. Dieses Jahr ist mit 2m Schnee auch ordentlich Weißes vorhanden.

Also, drückt mir die Daumen dass nichts dazwischenkommt. Ansonsten melde ich mich morgen vom Brocken. Die Webcamfotos speichere ich morgen alle, mal gucken ob ich mich wiederfinde. ;-)

Wo bleibt Schnee?

Während andere Teile Deutschlands, sogar der Süden Sachsen-Anhalts, gut mit Schnee bedacht wurden, sieht es in diesem Winter mau bei uns in Magdeburg aus. Zwei Tage lang lag so ein bisschen, ansonsten immer nur Puderzuckerung. :-(

Ich will Schnee!

Verkehrschaos Deutschland

Gerade eben eine interessante Dokumentation beim Südwest Fernsehen gesehen: Verkehrschaos Deutschland Teil 1 : Der Verkehrsinfarkt. Die Reporter hinterfragen den Sinn des in Deutschland weit verbreiteten Straßenbauwahns. Wissenschaftlich gesehen wäre es am günstigsten wenn alle Fahrzeuge mit gleichen 80 km/h fahren, nur Zeitdruck und politischer Unwille lassen das nicht zu.

Dargelegt wurde außerdem dass nicht die langsamen sondern die schnellen Fahrzeuge den Stau verursachen. Auch nicht unlogisch, Staumeldungen im Radio schaffen selbst Stau, wenn alle dem Stau ausweichen wird die eigentliche Staustrecke frei, die Ausgewichenen stehen dann aber woanders im Stau.

Klingt plausibel. Zeit umzudenken!?

Legobaukunst



Bin ich nicht kreativ? ;-) Also Tims Lego explore Spielzeug begeistert mich genauso wie Tim. Was könnte man mit mehr Steinen alles nachbauen... *träum* Hat schonmal jemand den Magdeburger Dom aus den größeren explore-Steinen gebaut? Ich würde mich gerne mal versuchen, nur fehlt da das Material.

Radwege - und wofür sie wirklich sind

Jaja, so sieht das in Magdeburg öfter mal aus. Eine wirklich breite Straße, zwei Spuren für jede Richtung und daneben ein normalerweise quer zugeparkter Radweg. Hier aber in der wirklich innovativen Längsparkvariante, auch mal was.


Fahrradopfer

Gestern musste in Magdeburg wieder ein Radfahrer nach einem Verkehrsunfall sein Leben lassen. Auf der Breitscheidstraße kam eine 71jährige Radfahrerin beim überqueren der Straße ums Leben. Eine klare Schuldverteilung war zwar nicht in den Presseberichten zu lesen, aber die Volksstimme schreibt: "Dabei hatte das Opfer offenbar nicht ausreichend auf den Verkehr geachtet, so dass es zu dem Zusammenstoß mit dem Pkw einer 51-jährigen Frau kam."



Nach meinen Erinnerungen muss man aber zusätzlich noch drei Fakten erwähnen:
1. Die Straße liegt hier in einer Kurve.
2. Der benutzungspflichtige Radweg führt von der einen auf die andere Seite.
3. Die Straße liegt zwar offiziell noch innerorts, aber da keine Bebauung vorhanden und Ortsausgang nicht weit, liegen die gefahrenen Geschwindigkeiten höher als 50 km/h. Evtl. ist das hier sogar mehr freigegeben.

Wenn es jetzt etwas wärmer wird, muss ich da unbedingt mal hinucken, bin dort im August das letzte Mal langgefahren.


Aber komme ich zu meiner Frage, warum müssen die Radfahrer hier in beide Richtungen jeweils die Straße kreuzen?